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Neu-Falkenstein 1798-1998
(Bezugsquelle: Bürgergemeinde Balsthal)

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SRF Regionaljournal Aargau Solothurn (8.11.2017)

Geschichte

Die Ruine Schloss Neu-Falkenstein ist eine der mittelalterlichen Burgen auf dem Gemeindegebiet von Balsthal im Kanton Solothurn. Sie steht auf dem östlichen Bergrücken nördlich von St. Wolfgang an der Klus nach Mümliswil. Trotz ihres Namens wird vermutet, dass die Burg älter ist, als das auf der anderen Talseite liegende Schloss Alt-Falkenstein. Die Burg wurde wohl im frühen 12. Jahrhundert von einer lokalen Adelsfamilie als Zentrum für ihre Herrschaft erbaut. Genaue archäologische Hinweise oder historische Quellen dazu fehlen allerdings.

1356 wurde die Burg beim Erdbeben von Basel arg in Mitleidenschaft gezogen, was langwierige Instandstellungsarbeiten zur Folge hatte. Diese kamen fast einem Neubau gleich, was zum irreführenden Namen Neu-Falkenstein führte. Auch aufwändige Reparaturen nach den Zerstörungen im sogenannten Safrankrieg mochten dazu beigetragen haben.

Bis 1798 war Neu-Falkenstein der Sitz des solothurnischen Landvogts der Herrschaft Falkenstein. Die Burg erfuhr dabei verschiedene Umgestaltungen, bis sie während der Helvetischen Revolution im Juli 1798 von der wütenden Landbevölkerung unter der Führung von Johann Brunner, dem Sohn des Rössliwirts, auch "Rössli Jean" genannt, in Brand gesteckt wurde. Darauf wurde die Ruine ihrem Schicksal überlassen und zerfiel.

Im Jahr 1895 nahm sich die Dienstagsgesellschaft von Balsthal der Ruine an und begann mit deren Konservierung, wobei zuerst nur der Bergfried wiederhergestellt wurde. 1938 bis 1939 erfolgten auf der Ruine Freilegungsarbeiten, bei denen jedoch unsachgemäss vorgegangen wurde; zahlreiche Funde gingen dabei verloren.

Die Ruine ist heute im Eigentum des Kantons Solothurn, der mit dem Schlossverein Falkenstein eine Leistungsvereinbarung für den Unterhalt abgeschlossen hat.

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